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Ausstellungsansichten, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

memory, 2010
Mit Hilfe eines Stipendiums vom DAAD verbrachte ich den Sommer 2009 bei den Cree und Dene Indianern in Reservaten im nördlichen Saskatchewan/Canada. Dort entstand zum einen eine Portraitserie von den Menschen, die mir mit großer Offenheit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit begegneten. In dazu gehörende kleine Texte sind Episoden dieser Begegnungen, persönliche und auch humorvolle Erfahrungen aus dem Zusammenleben, aber gleichzeitig immer wieder Einblicke in die Lebensumstände der dort lebenden First Nations eingewoben - ohne jedoch den Fokus vordergründig auf die Darstellung von alltäglichen Problemen und Leid in Verbindung mit sozialen Mißständen als Resultat der historischen Situation zu lenken und die Wahrnehmung der Menschen darauf zu beschränken. Sie sind vielmehr in dem Spannungsfeld ihrer positiven Bemühungen zu sehen, aus Resten von Tradition und der Anpassung an die westliche Moderne eine neue Autonomie, Identität und auch Stärke zu entwickeln.In diesem Sinne referieren die Abbildungen durchaus auch formal und inhaltlich an den humanistisch - sozialen Denkansatz, welcher in den Bildern Edward Curtis’ zu finden ist.In einem zweiten Teil sind eher subjektiv anmutende Aufnahmen in dokumentarischer Form entstanden, die de Kosmos des Lebensumfeldes, des Reservates und private Details zeigen. Aus diesen teilweise symbolisch oder metaphorisch aufgeladenen Bildern spricht, anstelle der Texte zu den Portraits, eher die persönliche Wahrnehmung der Autorin.

 


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